Der Fuchs als Überträger von Krankheiten

In Deutschland ist der Rotfuchs beheimatet. Die anpassungsfähigen Tiere gelten auch als Gesundheitspolizei des Waldes, da zu ihrer bevorzugten Beute kranke und alte Tiere zählen. Allerdings können Füchse auch Krankheiten und Parasiten an den Menschen übertragen, so dass stets ein angemessener Abstand gehalten werden sollte. Wer in Gebieten mit vielen Wildtieren lebt, sollte über geeignete Abwehrmittel nachdenken. Schließlich geht auch von Wildschweinen und neuerdings auch Wölfen, eine latente Gefahr aus, sich zu infizieren.

Der Fuchsbandwurm

Aktuell nimmt etwa die Verbreitung des Fuchsbandwurmes zu. Momentan gibt es Vorkommen in Süddeutschland, aber auch in Ostdeutschland werden zunehmend Fälle dieses Parasiten bekannt. Ein Befall gilt deshalb als gefährlich, weil der Bandwurm in fortgeschrittenem Stadium Organe wie Lunge, Leber und Gehirn befallen und so sogar zum Tode führen kann. Oft bleibt der Parasit im Menschen jahrelang unerkannt und ein Befall wird erst entdeckt, wenn sich schwere Symptome zeigen und es zu spät sein kann. Auch wenn das Leben der Patienten heutzutage meist gerettet werden kann, lassen sich Organschäden oftmals nicht mehr vermeiden.

Umso wichtiger ist es daher, schon vorab Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, um eine Übertragung des Parasiten gar nicht erst zu ermöglichen. Dazu gehört etwa, bodennahe, selbst gesammelte Früchte (insbesondere Waldbeeren), Pilze und Gemüse nicht roh und ungewaschen zu verzehren, denn darauf können sich Eier oder Larven des Bandwurmes befinden. Die Eier des Fuchsbandwurmes sterben ab einer Erhitzung auf 60°C ab. Da sich auch Katzen und Hunde mit dem Fuchsbandwurm anstecken können (und diese hierum ihre Besitzer infizieren können), ist es wichtig, Haustiere konsequent (rund alle sechs Wochen) mit einer entsprechenden Kur zu entwurmen.

Gefahr aus dem Wald – die Tollwut

Eine noch gefährlichere Krankheit, die Füchse auf den Menschen übertragen können, ist die Tollwut, medizinisch auch Rabies genannt. Diese Krankheit kommt auf der ganzen Welt vor. So sterben laut WHO weltweit jährlich rund 60.000 Menschen an Tollwut. Deutschland gilt laut Arzneibuch seit 2008 als tollwutfrei, da großangelegte Wildtierimpfungen mit Ködern und konsequente Haustierimpfungen die Krankheit bekämpfen konnten. Jedoch ist trotzdem Vorsicht geboten: In anderen europäischen Ländern kommt die Krankheit vereinzelt noch vor, so dass eine erneute Einschleppung nicht unmöglich wäre. Besonders in Afrika, Asien und Südamerika ist die Tollwut teils noch stark verbreitet.

Bis 2008 war der Rotfuchs in Deutschland Hauptüberträger der Tollwut und hat beispielsweise Hunde angesteckt, die wiederum ihren Besitzer infiziert haben. Die Krankheit überträgt sich über den Speichel, fast immer also durch einen Biss. Bereits wenige Tage später kommt es dann zum Ausbruch der Krankheit beim Infizierten. Die Tollwut zeigt sich durch Fieber, Lähmungserscheinungen und Aggressivität bis Apathie. Sie endet tödlich. Unmittelbar nach dem Biss eines infizierten Tieres kann eine Immunisierung den Krankheitsausbruch noch stoppen. Sobald sich die ersten Symptome zeigen, gibt es keine Heilungsmöglichkeiten mehr. Somit gilt: Nach dem Biss oder Kratzer eines Wildtieres sollte vorsichtshalber immer sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Zecken als Überträger von Krankheiten

Wie viele andere Wildtiere gehören auch Füchse außerdem zu den Wirten der Zecken. Diese wiederum können Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder auch Hirnhautentzündung übertragen. gegen eine Befall mit Zecken hilft nur das gründliche Absuchen des Körpers nach einem Waldspaziergang, Wanderungen, oder nachdem man sich in hohem Gras aufhalten hat.